Major-Turnier in Georgia

US Masters 2015: Bernhard Langer ganz knapp am Cut gescheitert

 

13. April 2015: Leider hat es in diesem Jahr nicht ganz gereicht, für Bernhard Langer war das Turnier nach 36 Löchern vorzeitig beendet. Mit zwei guten allerdings nicht optimalen Runden von 73 und 74 Schlägen (Gesamtscore 147) lag er am Ende mit drei über Par auf dem geteilten 56. Rang. Es reichte um einen einzigen Zähler nicht für den Cut der 79. Auflage des Masters Tournaments. Alles überragender Champion wurde der US-Amerikaner Jordan Spieth, der in den zurückliegenden vier Turniertagen so ziemlich alle Turnierrekorde in Augusta brach und mit 18 unter Par das beste Endergebnis in der Geschichte der US Masters erzielte.

 

Vor genau 30 Jahren gelang es einem 28-jährigen Deutschen, den vielleicht begehrtesten Einzeltitel im Golfsport zu erringen und sich mit seinem bis dato erst zweiten Auftritt in Augusta das lebenslange Spielrecht für dieses Event zu sichern. Auch wenn Bernhard Langer durch seine Erfolge auf der European Tour hierzulande bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hatte, war er in Übersee ein nahezu unbeschriebenes Blatt und der Titel eine kleine Sensation. 1993 gelang ihm ein weiterer Masters-Triumpf, zu einer Zeit als sich Langer schon lange im Kreise der weltbesten Golfer etabliert hatte. Doch um Erfolge von Bernhard Langer zu finden, muss man nicht weit zurückblicken. 2004 wurde er hervorragender Vierter und 10 Jahre später - also vor 12 Monaten - erreichte er mit 56 Jahren eine erneute Top-Ten-Position.

 

Dass es nicht immer so gut laufen kann, war klar. In diesem Jahr konnte er die wenigen Chancen zum Schlaggewinn - speziell auf den Par-5-Löchern - nicht nutzen. Dazu unterliefen Bernhard Langer auf der zweiten Runde drei Bogeys bis zur Spielbahn 8. Der 57-Jährige kämpfte sich mit zwei Birdies im Amen Corner, auf Loch 11 und 12, zurück. Danach notierte er fünf Pars und einen weiteren Schlagverlust an der 15. Damit platzierte sich der vierfache Familienvater aus dem bayerisch-schwäbischen Anhausen bei Augsburg beim diesjährigen Masters Tournament auf Position 56 mit zehn weiteren Spielern.

 

Ebenfalls am Cut gescheitert war nach Runde 2 am Freitag der zweite Deutsche im Feld, Martin Kaymer aus Mettmann. Er benötigte vier Schläge mehr als Langer und enttäuschte einmal mehr in Augusta. Weitere prominente Namen, für die das berühmte Turnier an der Magnolia Lane schon nach 36 Spielbahnen zu Ende war, waren beispielsweise Jim Furyk, Billy Horschel und Brand Snedecker (alle USA), die europäischen Ryder Cup Helden Victor Dubuisson (Frankreich), Thomas Björn (Dänemark) sowie Steven Gallacher (Schottland) oder der Ex-Masters-Champion Trevor Immelman aus Südafrika. Auch für alle vier im Feld befindlichen Amateure war am Freitagabend Schluss. Der Beste unter ihnen, Corey Conners aus Kanada, schaffte trotz der fünf Schläge über Par wenigstens eine sehenswerte 69er-Runde am zweiten Wettkampftag.

 

Einziger verbleibender, deutschsprachiger Spieler im Feld war der Österreicher Bernd Wiesberger, der das erste Mal in Augusta am Start war. Insgesamt gelang ihm eine durchaus ansprechende Leistung mit 286 Gesamtschlägen und einem Ergebnis von 2 unter Par.

 

Der Auftritt des 21-jährigen Jordan Spieth stellte bei der aktuellen Auflage des Traditionsevents allerdings alles Andere in den Schatten. Er egalisierte den Turnierrekord von 18 Schlägen unter Par, den er nun mit seinem US-amerikanischen Landsmann Tiger Woods teilen darf. Der Shooting-Start lag bei diesem Triumph von Runde 1 an in Führung, gab diese nicht mehr ab und siegte letztendlich souverän mit vier Zählern Vorsprung und einem Gesamtscore von nur 270 Schlägen. Der Engländer Justin Rose, der auch in der Finalrunde nie näher als drei Schläge auf den Youngster herankam, wurde mit vier Zählern Rückstand geteilter Zweiter mit Phil Mickelson, ebenfalls aus den Vereinigten Staaten (Gesamt 274 / -14).

 

Mit zwei weiteren Schlägen Rückstand beendete der Weltranglisten-Erste Rory McIlroy aus Nordirland die US Masters 2015 auf dem alleinigen vierten Rang und zeigte am Wochenende, vor allem aber am Sonntag mit einer 66er-Runde sein ganzes Leistungsvermögen. Einen Zähler und Platz hinter dem Briten kam Hideki Matsuyama ins Clubhaus. Dem "Underdog" gelang wie McIlroy am Schlusstag mit seiner 66 das beste Tagesergebnis, was ihm die alleinige Position 5 einbrachte. Der Japaner ist damit auch im kommenden Jahr wieder mit von der Partie. Den sechsten Rang teilten sich nach 72 gespielten Löchern Dustin Johnson aus den USA und die beiden Engländer Paul Casey und Ian Poulter (279 / -9). Auch auf der Position 9 fanden sich nach dem letzten Putt drei schlaggleiche Teilnehmer wieder. Das amerikanische Trio Hunter Mahan, Charley Hoffman und Zach Johnson benötigen 280 Schläge, gleichbedeutend mit 8 Zählern unter Platzstandard.

 

Mit Spannung erwartete man den Auftritt des ehemaligen Dominators im Profigolfsport Tiger Woods. Die Bilanz des Mannes aus den Vereinigten Staaten fällt dabei gemischt aus. Sehr guten Runden am Freitag und Samstag standen zwei eher schlechtere am Donnerstag und Sonntag entgegen. Zumal er sich in der Schlussrunde noch eine Handverletzung zuzog und offensichtlich nur mit Schmerzen das Turnier beenden konnte. Der Lebensgefährte von Skistar Lindsay Vonn belegte den geteilten 17. Platz mit 5 unter Par und 283 Gesamtschlägen.

 

Die Endergebnisse, Bildergalerien, Statistiken und vieles mehr zur diesjährigen Auflage des Traditions-Events finden Sie auf www.masters.com (externer Link).

 

 

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