Offizieller Saisonabschluss der PGA Tour Champions

Charles Schwab Cup Championship "Krimi": Langer am Ende Vierter

 

11. November 2019: Durch Bernhard Langers Hole-in-One an Loch 8 der Final-Runde schien der Sieg bei der Charles Schwab Cup Championship, der auch den Gewinn der Saisonwertung bedeutet hätte, greifbar nahe. Doch das nötige Glück war offensichtlich mit diesem Zauberschlag verbraucht, es folgten ein halbes Dutzend Pars mit ausgelippten Putts und ein Spielball, der nur Millimeter vom Loch liegen blieb. Derweil eilten die Konkurrenten davon und spätestens mit dem Schlagverlust auf der 15. Spielbahn war die Chance des 62-Jährigen auf einen erneuten Triumph im Charles Schwab Cup dahin. Am Ende gewann der Amerikaner Scott McCarron die begehrte Jahres-Rangliste nur, weil Landsmann Jeff Maggert das finale Event im Stechen gegen den Südafrikaner Retief Goosen für sich entscheiden konnte. Ein nervenaufreibender Golfkrimi war zu Ende.

Beim entscheidenden der drei Play-Off Turniere der PGA Tour Champions, das zum dritten Mal in Phoenix, Arizona ausgetragen wurde, waren die besten 36 Golfprofis des Jahres teilnahmeberechtigt gewesen, um den letzten offiziellen Titel der Saison auszuspielen. Neben dem Führenden der Saisonwertung um den Charles Schwab Cup, Scott McCarron, hatten Landsmann Jerry Kelly als Zweitplatzierter, Bernhard Langer (Anhausen) als Dritter, Colin Montgomerie (Schottland) als Vierter sowie der Retief Goosen als Fünftplatzierter des Rankings vor Beginn des Turniers Chancen auf den Gewinn der Jahresrangliste. Bei Langer, Montgomerie und Goosen musste allerdings zwingend ein Sieg her. 

Bernhard Langer zeigte von Beginn an seinen Willen, nochmal eingreifen zu wollen und konnte auf sehr gute Ergebnisse bei den beiden vorangegangenen Play-Off-Events zurückblicken. Die bogeyfreie 64er-Auftaktrunde mit sieben Birdies und elf Pars konnte nur der glänzend aufgelegte Jeff Maggert toppen, der auf eine eher mittelmäßige Saison zurückblickte. An Wettkampftag 2 und 3 wuchs der Rückstand des Deutschen auf Maggert auf vier Schläge an, die Möglichkeiten zum Sieg waren jedoch durchaus noch vorhanden.

So setzte der gebürtige Bayer aus Anhausen bei Augsburg am Sonntag bereits zu Rundenbeginn seine Wettbewerber gehörig unter Druck und konnte Schlaggewinne auf den Spielbahnen 2 und 3 auf seiner Scorekarte notieren. In der Folge die erste Serie mit Putt-Pech und "nur" Tap-Ins zum Par, ohne dass er weitere Birdies nachlegen konnte. Erst das Ass an Loch 8 brachte Bernhard Langer wieder näher zur Spitze heran, zwei Schläge fehlten nach diesem Eisen-6-Kunstschlag auf dem knapp 180 Meter langen Par 3 noch zum Führenden. Die nicht fallen wollenden Putts auf den anschließenden sechs Spielbahnen waren nervenaufreibend und verlangten vom Deutschen noch mehr Risiko, das letztendlich nicht belohnt wurde. Ein Schlag ins Wasserhindernis auf der 15, welcher das Bogey zur Folge hatte, begruben die Hoffnungen auf einen fünften Gewinn des Charles Schwab Cup Ranking.

Am Ende wurde Bernhard Langer nach einer herausragenden kämpferischen und spielerischen Leistung und Runden von 64, 68, 69 und 67 Schlägen (Gesamt 268) mit 16 Zählern unter Platzstandard auf dem Phoenix Country Club bei der finalen Veranstaltung des regulären Kalenders der PGA Tour Champions ausgezeichneter Vierter, die gleiche Platzierung, die er sich auch im Endklassement des Charles Schwab Cup erspielen konnte.

Rund um die Siege beim Finalturnier und der Gesamt-Rangliste blieb es spannend bis zum letzten Schlag. Retief Goosen schaffte es durch eine ausgezeichnete 64er-Abschlussrunde bis in das Stechen gegen Jeff Maggert, der mit einem Eagle das bessere Ende für sich hatte. Dadurch holte sich McCarron trotz einem 27. Rang in Phoenix den Charles Schwab Cup und den damit verbundenen 1 Millionen US-Dollar Bonus vor Kelly (500.000 Dollar Bonus), Goosen (300.000), Langer (200.000) und Montgomerie (100.000).

> hier geht es zum Endergebnis der Charles Schwab Cup Championship 2019

> hier geht es zum finalen Stand in der Charles Schwab Cup Wertung

 

 

 

Der Austragungsort des finalen Treffens der Champions Tour Elite variierte in der Vergangenheit. Der Schauplatz war 2017 erstmals der Phoenix Country Club nahe der namensgebenden Metropole im Westen der USA. Der knapp 6.200 Meter lange Meisterschaftsplatz wurde im Jahr 1900 eröffnet, Designer war damals Harry Collins, jedoch vor 15 Jahren u.a. von Tom Lehman generalüberholt.

Phoenix ist die Hauptstadt Arizonas und mit einer Einwohnerzahl von über 1,6 Millionen auch die bevölkerungsreichste Metropole des Wüstenstaates. Arizona ist ein US-Bundesstaat mit außergewöhnlich hoher Golfplatzdichte. Viele Profigolfer, darunter auch der Deutsche Martin Kaymer, haben aufgrund der optimalen Trainingsbedingungen das ganze Jahr über ihren Wohnsitz in Arizona.

 

Erst vor wenigen Jahren hatte die PGA Tour einen über weitere 20 Jahre laufenden Sponsorenvertrag mit der Charles Schwab Corporation vereinbart. Ziel des Deals war der weitere Ausbau des Engagements des Brokering- und Bankgewerbeunternehmens speziell auf der PGA Tour Champions mit Fortführung der Charles Schwab Cup Championship als Finalevent sowie des Charles Schwab Cup als Saisonwertung. Es ist der Sponsorenvertrag mit der längsten Laufzeit der Senioren-Tour überhaupt.

 

Weitere Informationen zur Charles Schwab Cup Championship oder allgemein zur PGA Tour Champions finden Sie hier (externer Link in Englisch).

 

 

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